#29 Die Schubladen-Sprengerin

Kim ist 50 Jahre alt und hat in ihrem Leben viel erreicht. Aus einem, wie sie sagt, nicht ganz so bildungsnahen Elternhaus arbeitet sie sich die Karriereleiter ganz nach oben. Doch einfach war das Leben für sie nie. Schon als Kind spürt sie, dass sie nicht ganz in die Mädchenrolle, die ihr zugeschrieben wird, passt. Das Fußballspielen verbietet ihr der Vater: „Das machen nur Mannsweiber!“ Aber vorschreiben kann man Kim sowieso nichts, das stachelt sie eher an. Und so entwickelt sie sich, engagiert sich früh in der AIDS-Hilfe und küsst im jungen Erwachsenenalter Frauen, führt aber dennoch Männerbeziehungen. „Chaos“ meint sie. Ihr späterer Mann bringt auf einmal Ordnung ins Leben, aber gleichzeitig wird das heteronormative Korsett enger. Doch sie funktioniert, wird zweifache Mama und stürzt sich in ihre Karriere und Mutterrolle.

Warum der Auszug ihrer erwachsenen Kinder den Stein ins Rollen brachte? Wovor sie „Rießenscheißangst hatte? Und warum manchmal die Dinge im Kopf schwieriger erscheinen, als sie dann tatsächlich sind? Das alles erfahrt ihr hier in der Episode mit Kim.

Was mir im Gespräch mit Kim – mal wieder, muss ich schon fast sagen – aufgefallen ist, ist die Tatsache wie sehr die Seele und das körperliche Wohlbefinden miteinander verknüpft sind. Für sich zu schauen, dass es dem eigenen Seelchen gut geht, das sollte jeden Tag ganz weit oben auf unserer täglichen ToDo-Liste stehen!

Foren/Podcasts/Websites/Serien/Filme/Buch-Tipps von Kim

Podcast:
FRAUVERLIEBT – Podcast-Episode Tipps für ein spätes Coming-Out

Websites:
Yvonne Ford – Coaching für Latebloomer
Petra Ahrweiler – Psychologin – Online-Beratung